Interesse ist riesengroß
Das Interesse der jungen Generation an diesem neuen Beruf allerdings ist "riesengroß", wie Ekkehart Gleisberg von der Berufsberatung des Arbeitsamtes Neumünster versichert. Und diese Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage war für die WAK der entscheidende Gedanke, mit einem Grundlagen-Lehrgang auch einem neuen Ausbildungszweig auf die Sprünge zu helfen. Finanziell gefördert wird das Projekt vom Arbeitsamt.
Das Angebot ist in Schleswig-Holstein einzigartig. 20 junge Menschen zwischen 18 und 22 Jahren, vom Realschüler bis zum Studienabbrecher, lernen bei der WAK in der Parkstraße jetzt die Grundlagen ihres neuen Berufes. Und es sind alles junge Menschen, die ohne dieses Angebot ohne Ausbildungsplatz gewesen wären. "Auch für die Teilnehmer ist dies zuerst einmal eine Orientierung", sagt Klaus Hinrichs, Niederlassungsleiter der WAK in Neumünster, denn was Mediengestalung letztlich bedeutet, darüber haben die wenigsten eine exakte Vorstellung.
Modernste Technik im Einsatz
Der Seminarraum ist voll mit modernster Technik. Komfortable "Mac"-Rechner, Scanner, CD-Brenner, digitale Kameras, Farb-Beamer - es ist alles da, was ein modernes Medien-Studio ausmacht. In vier Ausbildungsblöcken lernen die künftigen Mediengestalter nicht nur den Umgang mit Grafik- und Foto-Software, sie lernen auch die kaufmännischen Grundlagen und in zwei Betriebspraktika schließlich auch den Medienbetrieb hautnah kennen.
Doch der neue Grundlagenlehrgang, der im Oktober begonnen hat und bis zum Juni 2001 dauert, bringt nicht nur den Teilnehmern Vorteile. Auch den zukünftigen Arbeitgebern wird die Schaffung neuer Ausbildungsplätze schmackhaft gemacht. Schließlich liefert ihnen der WAK-Lehrgang einen Nachwuchs, der eine neunmonatige Grundausbildung schon hinter sich hat. Für die jeweils vierwöchigen Praktika ist die WAK allerdings noch auf der Suche nach Firmen. Wer einen Praktikumsplatz bieten kann, der sollte sich mit der WAK in Neumünster (Tel. 4077- 7) in Verbindung setzen